Gutenberg: Block für Block

Gutenberg: Block für Block

WordPress 5.0 ist endlich da und es wird richtig groß BAM! und KA-POW! und vielleicht auch KRUNCH! machen. Der alte Editor wird durch den neuen mit Namen “Gutenberg” ersetzt. Was du damit alles anstellen kannst, dass werde ich dir hier mal zeigen. Da sich Gutenberg täglich verändert und ich jeden Tag neues lerne, kommen hier immer wieder neue Blöcke hinzu. 

Diese Seite läuft bereits unter WordPress 5.0. Nicht jeder sollte schon zu diesem frühen Zeitpunkt ein Update durchführen. Gerade wenn du einen Onlineshop betreibst oder gerade nicht Zeit und Muße hast, große Veränderungen durchzuführen, dann warte doch noch etwas. Das schadet absolut nicht!

PRO und CONTRA Gutenberg

Wer keinen Pagebuilder nutzt, sondern sich mit dem alten Editor (TinyMCE) rumschlägt, der braucht Geduld, Kenntnisse in HTML/CSS oder er muss mit der permanenten Begrenzung der Möglichkeiten leben. Das wird sich ändern! Die Anordnung von Elementen wie Texte, Bilder, Überschriften ist sehr intuitiv und mit etwas Reinfitzeln wird das ein ganz neues und entspanntes Bloggen werden.

Dem Projekt Gutenberg stehen viele Kritiker gegenüber. Die Pagebuilder-Nutzer sehen keinen Gewinn darin, andere wieder haben Sorge mit der Kompatibilität ihrer eigenen entworfenen Plugins und Themes. Vor kurzem kam ein weiterer Kritikpunkt hinzu: Gutenberg wurde auch veröffentlicht, obwohl es noch Probleme mit der Barrierefreiheit gibt.

Für ein Open Source Projekt, welches eigentlich durch die Community betrieben sein sollte, ist das alles sehr fragwürdig. Ich bin da sehr hin und her gerissen. Zum Einen möchte ich diesen Editor, den ich nun 2 Monat als Plugin genutzt, nicht mehr missen. Zum Anderen empfinde ich die Vorgehensweise alles anderes als transparent und von der Mehrheit der WordPress Community unterstützt. 

Welche Möglichkeiten du hast, auf den Gutenberg Editor zu reagieren habe ich bereits in einem Beitrag aufgeschrieben: WordPress 5.0: Wer hat Angst vor Gutenberg?

Die Blöcke

Text-Blöcke

Wenn du einen neuen Beitrag erstellen möchtest, dann erscheint erstmal dieser allererste Block. Den Titel trägst du genau wie im alten Editor ein. Nachdem du Enter drückst, erscheint darüber der Permalink, den du bearbeiten kannst. 

der Titel-Block

Überschriften werden zukünftig mit Überschriften-Blöcken eingefügt. Das klingt nicht nur sehr komfortabel, es ist auch so. Block auswählen, Text eingeben und Überschriftstyp anklicken. Fertig.

Der häufigste Block ist wohl der Absatz. Jedes Enter erzeugt einen neuen Absatz. Möchtest du statt einem Absatz einen anderen Block danach einfügen, dann klicke auf das kleinen Pluszeichen links oben. Wähle den Block aus, den du nutzen möchtest und gebe den Inhalt ein. Direkt über dem Block erscheint eine Menüleiste zum Bearbeiten. Wenn es für den Block weitere Einstellungen gibt, erscheinen die rechts im Einstellungsmenü.  Links neben dem Block sind zwei kleine Pfeile, mit dem du ihn jederzeit nachträglich an eine andere Stelle verschieben kannst. Löschen, duplizieren und ein paar andere Einstellungen verstecken sich hinter den 3 Punkten in der Menüleiste. 

ein Absatz-Block

Bilder-Blöcke

Sehr schön sind die Blöcke für Bilder geraten. Ein Bild einfügen gerät damit zum Kinderspiel. Wählst du einen Bild-Block aus, dann wirst du zuerst gefragt, ob du das Bild hochladen oder aus der Mediathek auswählen möchtest. Im Anschluss kannst du alle wichtigen Anpassungen direkt im Editor vornehmen. Das ist gegenüber vorher eine echte Erleichterung. Es ist alles an einem Ort. 

ein Bild-Block

Neben dem Bild-Block gibt es auch einen Galerie-Block. Hier fehlt mir definitiv noch die Möglichkeit der Verlinkung. Ich habe mich damit beholfen, dass ich die Bildunterschrift als Link gestaltet habe. Ist nicht optimal und so richtig hübsch auch nicht. 

ein Galerie-Block

Neu hinzugekommen ist der Cover-Block. Er sieht vielversprechend aus, aber ich habe ihn noch nicht für mich getestet. Das Bild wird damit in ganzer Breite angezeigt. Man kann die Deckkraft verändern und eine Farbe als Overlay auswählen. Sicher gut für Header?

Layout-Blöcke

Zwei weitere gern genutzte Blöcke sind der Abstandshalter und der Button-Block. Da ich ein großer Fan von Weißraum bin, liebe ich Abstände. Abstandshalter anklicken, Höhe auswählen. Fertig. Ist das schön. 

Zum Button ist gar nicht viel zu sagen: Du kannst damit an jeder Stelle in einem Blog einen Button einfügen und die Leute auf Kontaktmöglichkeiten oder ähnlich sehr offensichtlich hinweisen. Für den Button gibt es ebenfalls einige nette Einstellmöglichkeiten. 

Nette Features

Was mir besonders am neuen Editor gefällt ist die übersichtliche Struktur, die ich beim Schreiben sehr gern nutze. Links oben in der Toolbar findest du ein kleines eingekreistes i. Dahinter befindet sich die Strukturübersicht für deinen Blogbeitrag. Du siehst auf einem Blick, ob du die Überschriftenhierarchie einhältst und bekommst zum Beispiel die Info wie viele Wörter schon geschrieben wurden. 

Plugins für spezielle Blöcke

Nach und nach werden Plugins mit Spezial-Blöcken angeboten. Einige davon habe ich schon getestet. So gefällt mir zum Beispiel Atomic Blocks sehr gut. Woocommerce hat ebenfalls ein Block-Plugin im Angebot, um Produkte in Beiträgen zu bewerben und sogar Elementor bietet ein Plugin an, mit welchem man Elementor Bereiche in Gutenberg integrieren kann. Es wird weiterhin spannend!

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